Autorin bei der Arbeit

Wer viel mit Büchern zu tun hat ...

... stellt sich gerne mal die Frage, was ein Autor ist.

Darf jeder, der ein Buch geschrieben hat, sich Autor nennen? Oder ist das erst erlaubt, wenn man sich mit Haut und Haar dem luxuriösen Hungerstand des Kreativen verschreibt? Wenn man mehr als 50% seiner Zeit mit Schreiben verbringt? Wenn man mehr als einen Liter Tränen über eine verstorbene Hauptfigur geweint hat? Wenn man sich lieber mit seinen Figuren unterhält als mit den Nachbarn? Wenn man von seinem Verleger zu Champagner anstatt Currywurst eingeladen wird? Wenn man die Demutsprüfung einer öffentlichen Lesung auf der Buchmesse ohne Heulkrampf überstanden hat? Oder wenn man sich schlicht und einfach fühlt wie ein Schriftsteller?

Ab wann ist ein Schreiber ein Autor?

Diese Definitionsfrage hat mich lange beschäftigt, und sie hat weder zu einer Antwort noch zu einem gesteigerten Selbstwertgefühl geführt. Bis mir eines regnerischen Tages klar wurde, dass es keine Frage der Definition, sondern der Entscheidung ist. Meine Werkstatt

Seither bin ich Autorin.

Seit dem Jahr 2004 habe ich unter den Pseudonymen Amelie Fichte und Lena Frey zahlreiche Geschenkbücher über Menschen, Schafe und Eisbären (unabhängig von einander – es gibt keine Sodomie oder Ähnliches) geschrieben.

Nachdem ich mich als frischgebackene Freiberuflerin gänzlich aufs Schreiben konzentrieren konnte, erschien im Jahr 2008 „Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown“ im Thiele Verlag. Der erste Roman unter meinem eigenen Namen. Die zahlreichen freundlichen und berührenden Briefe und Mails, die ich seither von Lesern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Spanien, ja sogar aus Argentinien und Südafrika bekommen habe, haben mich ermutigt, Henry noch einmal zu Wort kommen zu lassen. "Das Weihnachtswunder des Henry N. Brown" heißt sein neuestes Abenteuer.

Veröffentlichungen: