„Jungfer Anne? Die hat braune Haare und spricht fein wie ein Frauenzimmer.“
Shakespeare
Foto: Anne Bubenzer

Recht hat er. Und sonst?

Interviewer: Frau Bubenzer, fangen wir gleich mit einer schwierigen Frage an. Was machen Sie eigentlich beruflich?

Frau Bubenzer: Ich lese, ich schreibe, ich redigiere und rede. Ich bin Worteliebhaberin. Ein toller Beruf. Andere Leute würde vielleicht sagen, sie seien Autorin, Übersetzerin und Moderatorin. Das ist mir zu kompliziert.

Interviewer: Können Sie sich nicht entscheiden?

Frau Bubenzer: Warum sollte ich mich entscheiden? Ich mag alle diese Bereiche rund um die Literatur. Acht Jahre war ich als Lektorin in verschiedenen Publikumsverlagen angestellt, jetzt arbeite ich hauptsächlich als freie Autorin und Übersetzerin. Dazu kommt gelegentlich das Moderieren von Veranstaltungen, und manchmal halte ich auch Vorträge.

Interviewer: Befürchten Sie nicht, dass am Ende alles nur halb gut ist, wenn Sie auf so vielen Hochzeiten tanzen?

Frau Bubenzer:Ich glaube eher, dass die Teilbereiche meiner Arbeit sich gegenseitig befruchten und ergänzen, als dass sie sich behindern. Die Übersetzerin profitiert von der Autorin, die Moderatorin von der Übersetzerin, und immer so weiter. Vielleicht bin ich ein Perpetuum Mobile ...

Interviewer: Was bezwecken Sie mit dieser Internetpräsenz?

Frau Bubenzer: Ich möchte, dass meine Leser und die Menschen, die mit mir zusammen arbeiten wollen, einen Eindruck von meiner Person und meinem Umgang mit Literatur bekommen. Seitenpreise und Honorarvorstellungen werden Sie hier nicht finden.

Interviewer: Was sind Ihre größten Stärken?

Frau Bubenzer: Geduld, Freundlichkeit und eine gewisse Biegsamkeit.

Interviewer: Ihre Schwächen?

Frau Bubenzer: Geduld, Freundlichkeit und eine gewisse Biegsamkeit.

Interviewer: Abschließend noch die klassische Frage. Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Frau Bubenzer: An einem Schreibtisch mit Blick aufs Meer. Ohne Telefon und Internet. Mit einer Tasse Kaffee und einer Idee im Kopf. Und ich habe immer etwas zu lachen.